Street-Photography

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Bilder sowie kleine Auschnitte aus älteren Foto-Serien. Die Bildgalerien werden immer wieder verändert und aktualisiert, so dass es sich lohnt gelegentlich vorbeizuschauen.f

Ungezähmte Momente

Die Street-Fotografie ist ungezähmt, eigenwillig und unberechenbar. Sie fordert eine wache Präsenz, manchmal schnelle Reaktion und sie zwingt den Fotografen oft seine Komfortzone zu verlassen. Vielleicht ist sie gerade deshalb so reizvoll.

Die Legitimation der Street-Fotografie

Wir leben in einer Welt, wo wir durch die Digitalisierung unsere Privatsphäre achtlos aufgegeben und mittlerweile fast vollständig verloren haben. Google und andere gigantischen Datenkraken wissen mehr über dich als du deinen engsten vertrauten Freunde anvertrauen würdest. Garantiert! In öffentlichen und halböffentlichen Lebensbereichen werden wir zudem fast überall und dauernd von irgendwelchen Bewachungskameras gefilmt und bei Bedarf identifiziert. Angeblich zu unserer Sicherheit. Wir haben keine Idee und keine Kontrolle, wer zu diesen Bilder Zugriff hat und wo und wie lange sie gespeichert werden.
Nun wird paradoxerweise ausgerechnet in dieser Zeit der Selfiekultur die Legitimation der Street-Fotografie – durch neue Gesetze – infragegestellt.

Vielleicht hast du auch schon mal in einem Bildband der 1970er Jahre geblättert und gestaunt und dich an den Bildern vergangener Dekaden und Epochen erfreut. Wer genau die Menschen auf den Fotos sind, hat dich dabei vermutlich weinig gekümmert. Es sei denn, dass die abgebildete Persönlichkeit öffentlich bekannt war. Spannend ist ja vielmehr das Lebensgefühl, das der Fotograf eingefangen hat. Die Kleider, Frisuren. Die Geschichte, die der Fotograf mit seinem Bild erzählt. Wie sich die Welt, die Gesellschaft, das Leben und die Menschen verändert haben. Die guten und aussagestarken Street-Fotos von damals sind ein Zeitspiegel und haben heute einen dokumentarischen Wert.

So, wie wir heute auf Bildmaterial der vergangenen Dekaden oder Jahrhunderte zugreifen, schulden wir zukünftigen Generationen einen dokumentarischen Spiegel unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Und die Street-Fotografie und Gesellschafts-Fotografie ist dazu besser geeignet als die Datenbanken der Überwachungskameras oder die gigantischen Selfiearchive bei Facetime. Aus diesen Überlegungen scheint mir die Frage der Legitimation müssig. Es gibt in meinem subjektiven Verständnis eine Notwendigkeit um nicht zu sagen Pflicht, unsere Geselschaft und unsere aktuelle Lebensweise fotografisch zu dokumentieren. Und Sie können sich ja mal überlegen, ob eines der nachfolgenden Bilder möglich gewesen wäre und ob ich die Stimmung hätte einfangen können, wenn ich die abgebildeten Personen um ihre Erlaubnis gefragt hätte, sie fotografieren zu dürfen.

 

AKTUELLE BILDER - Wien 2020

Fotografieren ist wie wenn man spät Nachts in die Küche schleicht und Kekse stibitzt.

STREET-PHOTOGRAPHY FRANCE 2018

Farbe oder Schwarz-Weiss?

Wir lieben Farben! Keine Frage: Manche Bilder leben gerade von und mit der Farbe. Zum Beispiel die nachfolgende Bildstrecke von der Herbstmesse in Luzern. Durch die bunten Farben der Beleuchtung, entstehen unerwartete Stimmungen. In Schwarz-Weiss würden diese Fotos wichtige Informationen verlieren.

Schwarz-Weiss ist hingegen eine Reduktion und eine Form der Abstraktion. Durch diese Vereinfachung werden die Bildaussage, das Geschehen, die Mimik, und damit die beabsichtigte Bildaussage oft deutlicher. Nebensächlichkeiten, wie die Kleiderfarbe treten in den Hintergrund. Deshalb sind Schwarz-Weiss Bilder meist die besseren Geschichtenerzähler.

S' esch MÄÄS Z'LOZÄRN (HERBSTMESSE IN LUZERN)

Street Fotografie Aus der Serie: "Menschen, Gesichter und Geschichten"

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